Jung, DMS & Sie! - Ausgabe Oktober 2018

Jung, DMS & Sie! / STYLE 1. Wie kam es zur Idee mit der Rebstockpacht? Mein Vater hat irgendwann ange- fangen, Rebstockpachten als Ge- schenk des Hauses einzusetzen. Diese Geschenke sorgten für solche Begeis- terung und Nachfrage nach einer Kaufmöglichkeit, dass wir beschlos- sen, dies künftig auch als käufliches Produkt anzubieten. Die jährliche Flasche Wein als Ernteanteil, das gravierte Namensschild, die Möglich- keit, den eigenen Rebstock jederzeit zu besichtigen und sogar an der Lese teilzunehmen, bilden ein tolles Paket für jeden Weinliebhaber – auch wenn er vielleicht sonst schon alles hat! Und es ist vor allem ein Geschenk, das nicht nur einmal, sondern über Jahre Freude bereitet. 2. Hattenheim, Reichartshausen, Keitum: Es gibt mittlerweile drei Orte, wo man einen Rebstock pachten kann. Wie kamen Sie ausgerechnet auf Sylt, um dort einen Weinberg anzulegen? Als sich 2009 die Chance bot, durch die Pflanzrechtvergabe nach Schles- wig-Holstein zu gehen, haben wir uns sofort um die Fläche beworben und waren froh, den Zuschlag zu bekom- men. In enger Zusammenarbeit mit der Universität Geisenheim haben wir für die dortige Bodenbeschaf- ‚‚ Unser Sylt- Abenteuer ist keine Spielerei!“ Christian Ress, in fünfter Generation Chef des Weinguts Balthasar Ress, über Wein im hohen Norden und Rebstöcke für alle. fenheit die Sorte Solaris ausgewählt. Sylt als Standort und als Co-Brand ist natürlich für ein – aufgrund der hohen dortigen Bewirtschaftungskos- ten – notwendigerweise hochpreisiges Produkt prädestiniert. Unser Sylt- Abenteuer ist keine Spielerei, sondern ernst zu nehmender Weinbau und ein gutes Investment in unsere Marke und Bekanntheit. 3. Wächst hoch im Norden überhaupt guter Wein? Allein die am 9. September 2018 erfolg- te mittlerweile sechste Ernte beweist dies eindrucksvoll. 1.000 Liter Most mit einem Mostgewicht von rund 95° Öchsle sprechen eine klare Sprache. 4. Können Sie etwas zum typischen Rebstockpächtertyp sagen? Den typischen Rebstockpächter gibt es nicht. Einmal sind es Einheimi- sche, die das Projekt spannend finden, aber auch Menschen aus dem Rest der Republik. Sogar internationale Päch- ter finden jedes Jahr den Weg zu uns, um ihren Weinstock zu ernten. 5. Rebstockpacht als Geschenk – auch zu Weihnachten? Ideal! Und an den folgenden Fest- tagen gibt es den Wein vom eigenen Rebstock! 55 Oktober 2018

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